Albschaf
Sieben Generationen Albpflege durch Hertlers‘ Schafe!
In den Frühjahr-, Sommer- und Herbstmonaten sind meine sechshundert Schafe durchgängig auf der schwäbischen Alb unterwegs. Sie beweiden unsere frischen Talwiesen und die äußerst kräuterreichen Wacholderheiden. Deren europaweit einzigartiges und geschütztes Vorkommen ist übrigens unseren vierbeinigen Landschaftsgärtnern zu verdanken. Abgesehen davon blühen neben dem seltenen Enzian auch zahlreiche Orchideenarten, die wie Gebüsche, Hecken, Eichen- und Buchenwälder typisch für die Filsalb sind.
Genauso typisch für unsere Gegend wie Flora und Fauna, ist auch das Bild des Schäfers mit seiner Herde. Bereits seit Jahrhunderten prägte unser Beruf das Landschaftsbild der Schwäbischen Alb und hat somit maßgeblich zu ihrem heutigen Bild als Kulturlandschaft beigetragen. Nach wie vor also eine ökologisch enorm wertvolle Berufung, die durch den Preisverfall von Wolle und dem enormen Preisdruck von Lammfleischimporten aus Übersee im Sterben liegt. Viele Schäfer gaben auf oder zogen sich auf auswertige Weidegebiete zurück.
Und so ziehe ich Tag ein, Tag aus mit meinen pelzigen Vierbeinern über die Weiden. Die einzigartigen Kalkmagerwiesen und Wacholderheiden sind unsere Verantwortung und wir tragen diese gern und mit Leidenschaft. Durch die Beweidung werden Lebensräume für seltene Pflanzen- und Tierarten erhalten, die sich dort den seit Jahrhunderten bestehenden, natürlichen Bedingungen angepasst haben.
Gleichzeitig werden Samen von Weide zu Weide transportiert – und zwar auf die natürlichste und nachhaltigste Methode, die es gibt: durch das Fell meiner Herde. Während meine Schafe in den Frühjahr-, Sommer- und Herbstmonaten durchgängig im Freien leben, ziehen sich Muttertiere und Lämmer über den Winter hinweg in Ställe zurück um sich vor der Witterung zu schützen. Und so sieht mein Alltag aus – von Natur und Wetter bestimmt, ohne Kompromisse. Das bedeutet einerseits eine Herausforderung für mich selbst, aber viel mehr noch für meine Schafe, die sich im Zuge dessen zu sehr robusten und widerstandsfähigen Tieren entwickelt haben. So, wie es sich für Merinolandschafe gehört; eine hervorragende, feinste Merinowolle, die ihnen das ganze Jahr über Schutz vor den Witterungsverhältnissen gewährt. Gestärkt und satt von den wilden Kräutervorkommen (Thymian, Salbei und auch Oregano) und den Produkten der hier weit verbreiteten Streuobstwiesen.
Was uns besonders am Herzen liegt, ist das Projekt Hutewald. Eine lichte Waldweide (etwas, das in Mitteleuropa leider schon lange zur reinen Rarität verkommen ist), die immense Bedeutung für unterschiedlichste gefährdete Organismen hat und eine Vielzahl an seltenen und geschützten Pflanzen beherbergt. Umzingelt von alten Buchen, die sich mit ihren ausladenden, tief beasteten Baumkronen charmant vom Bild umliegender Waldstücke abheben und den Hutewald zu einer fantastischen Erfahrung machen. Mit seinen 146 niedergelassenen Pflanzenarten bringt er Naturgenießer wie auch Botaniker ins Staunen. Und auch morgen wird er durch die natürliche Grundpflege meiner Schafe ermöglicht und erhalten werden.
— Dieter Hertler
Eigenschaften unserer „ALBSCHAF“ LINIE

Frische Talwiesen und
Wacholderheiden

Kalter Windzug
im Mittelgebirge

Wilde Kräuter und
Streuobstwiesen

Feinste, weiche Merinowolle
Das Abenteuer unserer Wolle
Geschafft! Unsere Wolle erreicht die Hofläden.

apfelblüte

feuerfalter

hermelin

trollblume

streuobstwiese

vergissmeinnicht

wollweiss

hutewald

kuckuck